Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
[ALLIIERTE] Haus Valrick - der Raptor Krallensteins
#1
[kopiert aus dem alten Forum - Autor: Elizabeth]

Name: Haus Valrick
Zugehörigkeit: Königreich Stromgarde
Oberhaupt: Baron Angus Valrick "Der lesende Lord"
Herrschaftssitz: Krallenstein
Heraldik: Blutroter Raptor auf schwarzen Grund
Worte: Wir sind das Blut der Kralle


Das Tal von Krallenstein:

Weiter östlich der Mark Hohenwacht gelegen, liegen die Lande Krallensteins in relativer Nähe des zwergischen Durchgangs, der die arathischen Hochlande mit den nördlichergelegenen Hinterlanden verbindet. Ein Tal, etwas länger als breiter, beinahe völlig umschlossen von mächtigen Bergen. Abgesehen von kleinen, versteckten und unwegsamen Pfaden durch das Gebirge, gibt es nur einen einzigen Eingang in das Tal von Krallenstein, gehalten von einer gut befestigen und stets von Truppen der Schwarzen Garde bemannten Steinmauer. Offiziell trägt jener Durchgang den Namen „Tor des ersten Sieges“, zu Ehren jener Krieger, die vor Jahrhunderten in ihren Bemühungen, das ursprünglich von Waldtrollen bevölkerte Tal zu erobern, an jener Engstelle ihre ersten, großen Sieg errangen. Im Mund des Volkes ist es jedoch einfach nur das Siegestor. Eben diese Geschütze, in die Berge eingelassene Lage verlieh Krallenstein nicht nur den Ruf von eigenwilligen Isolationisten, es verschonte die Lande auch großteils von den schlimmsten Auswirkungen des Niedergangs des Königreiches.
Grüner und in Teilen auch hügliger zeigt sich das Tal, mag mehr an die Landschaften der Hinterlande, denn die des arathischen Hochlandes erinnern. Im Osten des Tals gelegen, befindet sich der blutige Wald, der seinen Namen durch die grausamen Schlachten erhielt, die hier geschlagen wurden, um die hier heimischen Stämme der Waldtrolle zu vernichten. Bis heute zeugen meist gemiedene Ruinen trollischen Ursprungs von jenen, die dieses Tal dereinst vor den Menschen ihre Heimat nannten. Noch bis in die Tage des Pandaria-Feldzuges gab es kleinere Trolldörfer in den tiefsten Winkeln des Waldes, ehe sie schließlich durch Lord Angus Armee vernichtet wurden. Wieder einmal, sollte man wohl sagen, denn die Gefahr, das neue Waldtrolle über die Berge der Hinterlande in das Tal einsickern, ist keineswegs hypothetisch, sondern ein Übel, mit dem sich die Menschen alle Jahre wieder befassen müssen. Im Westen des Tals liegen die Raptorhöhen, eine Region, in der die im Hochland heimischen Raptoren in ungewöhnlich großer Zahl vorzufinden sind, mehr noch als in den anderen Ecken Krallensteins. Eben jene außergewöhnlich hohe Zahl an Hochlandraptoren ist es auch, die nicht zuletzt dem Tal und der Burg den Namen, der Familie Valrick sein Wappen schenkt. Am nördlichen Ende des Tals schließlich befinden sich die größten Ansammlungen an Höfen und Gehöften, denn jene, die lieber die nahe Sicherheit der Schuppenstadt und der Burg Krallenstein bei sich wissen, überwiegt klar jene, die ihre Gehöfte nahe des blutigen Waldes oder der Raptorhöhen errichten, obwohl jene durch die dort gelegenen Rittergüter beschützt werden. Im Norden des Tals finden sich auch die ergiebigen Minen samt des Minendorfes, die am stärksten durch die in Sturmwind heimische Schönwetter-Bergbaugesellschaft geprägt sind, eine Gruppierung, die einen sichtbaren Einfluss auf Krallenstein hat, nicht zuletzt durch die zahlreichen Ausländer, die sich durch ihr Tun über die Jahre im Tal ansiedelten. Es ist kein Geheimnis, das Lord Angus und Markus Schönwetter, Kopf der Gesellschaft, enge persönliche Freunde sind.


Allgemein ist die Figur des Lord Angus Valrick eine nicht unumstrittene. Anders als sein älterer Bruder, der während des zweiten Krieges hinter dem dunklen Portal verloren ging, ist Lord Angus so weit entfernt von dem traditionellen „Hochländer“, wie es wohl nur geht. Ein Schwert mag er tragen, doch nur zur Zier. Herrschte sein Bruder noch über Krallenstein, spottete man. An Muskelkraft fehle es ihm, an Mut und an Willensstärke. Hat immer nur Bücher und alte Geschichten in seinem Kopf. Eine Schande für jede stolze Kriegertradition, mit seinem kleinen Wohlstandbauch. Als er nach dem Verlust seines Bruders die Macht übernahm, fürchtete man, „der lesende Lord“, wie man Angus spottend nannte, würde Krallenstein in den Ruin führen. Nicht einmal ein Weib hatte nur, nur ein Bastardkind von einer Magierin aus dem fernen Dalaran.

Lord Angus erwies sich zwar nicht als Krieger, doch als geschickter Diplomat und Verwalter. Als sein Bruder die orcische Horde bekämpfte, knüpfte er Freundschaften mit Personen von Status und Ansehen in Sturmwind und Dalaran. Und während das Königreich Stromgarde um Krallenstein herum niederging, begann er das Tal zu verändern. Radikal zu verändern. Die Traditionalisten, sie hassten ihn dafür. Er verachte ihre Lebensweise, ihre alten Bräuche. Ein kleines Sturmwind wolle er, ein kleines Dalaran. Fremde holte er heran, aus Sturmwind, Eisenschmiede, Bergleute und Söldner der Schönwetter-Gesellschaft. Einen eigenen, kleinen Magierzirkel errichtete er, der selbst nie die Magie beherrschte. Tatsächlich brachten seine Reformen und Veränderungen einen gewissen Wohlstand und Stabilität, Gelder seiner Freundschaften und Gönner machten Krallenstein stark wie lange nicht. Ein Hauch der weiten Welt wehte während der schweren Zeiten im ehemals eigenbrötlerischen Tal und schaffte es, grade die Jugend für die Visionen des Barons zu begeistern. Die Traditionalisten, die Alten, sie murrten, sie klagten, sie ballten die Fäuste... doch sie taten es still und ertrugen die Veränderung. Jene, die es nicht taten, die öffentlich aufbegehrten, lernten schnell, das der so verspottete, „lesende Lord“ seine Politik mit eiserner Faust durchsetzte. Manche Köpfe rollten, andere verschwanden in den neu errichteten Minen, oder wurden abgenagt auf den Raptorhöhen gefunden. Als das Bastardkind des Lord Angus schließlich am Hofe der Lehnsherren in Hohenwacht auch noch in den Regentschaftsrat erhoben wurde und ihre Mutter, seit den Feldzügen Pandarias gar eine Erzmagierin, mit ihren Kirin Tor Krallensteins vor den Dämonen beschützte, verstummte die Kritik. Doch wer vermag schon wirklich zu sagen, wie viele Kritiker wirklich verstummten, weil sie der Vision ihres Barons folgen, und wie viele nur auf den rechten Moment lauern, um ihre alten Wege zurückzufordern.


Burg Krallenstein:

Gelegen an dem mächtigen Gebirge, dass das Arathihochland und die Hinterlande trennt, wurde die Festung vor etlichen Jahrhunderten zur einem Drittel in den Berg hinein gebaut, während die anderen beiden drittel das Tageslicht erblicken. Umgeben von mehreren mächtigen, in die Höhe ragenden Felsennadeln erweckt es mit etwas Fantasie den Anschein, als läge Krallenstein inmitten einer gewaltigen Klaue. In den letzten Jahren wurden die Befestigungsanlagen generalüberholt, erneuert und verstärkt. Seltsame, durch arkane Energien schwebende Kristallgebilde, die von den Magiern des Krallenauges auf den Zinnen angebracht wurden, sind unter den Lord Angus weniger gewogenen Leuten Ursprung zahlreicher Gerüchte.

Das Krallenauge:

Ein in den Fels des Berges gehauener Turm, oberhalb von der eigentlichen Burg Krallenstein gelegen und entweder durch einen im Berg befindlichen Tunnel, oder eine an der Felswand angebrachte Treppe erreichbar. Nach dem dritten Krieg zur Heimat des Lieblingsprojekts des Barons, dem hauseigenen Magiezirkel, umfunktioniert, beherbergt es neben Laboren, Forschungskammern und den Unterkünften der Magier auch die hauseigene Bibliothek und das Studierzimmer des Lord Angus. Mysteriös und für die einfachen Männer und Frauen des Tals verboten, thront das Krallenauge bedrohlich und weithin sichtbar als Zeichen der Veränderung, die von dem Baron so energisch vorangetrieben wird. Wie viele Magier und Schüler der Zirkel des Krallenauges mittlerweile zählt, verbleibt ein Geheimnis. Manche Stimmen sprechen schon von bis zu zwei dutzend, auch wenn diese Zahlen als völlig übertrieben gelten.

Die Magier und Novizen des Krallenauges: (Unvollständig)

Die Magier:


Godfrey Blackwood: Mit 46 Jahren stellt der Illusionist und Beschwörer Blackwood das zweitälteste Mitglied des Zirkels. Ein gebürtiger Sohn Gilneas, der seine Heimatstadt Duskhaven jedoch schon lange vor den großen Kriegen der Liebe wegen verließ und im Königreich Stromgarde heimisch wurde. Als große Teile des Königreiches dem Ruin anheim fielen und der Stromgarder Magierturm von Ogern und Waldtrollen besetzt wurde, floh er mit Weib und Kind nach Krallenstein, wo er seither seine Arbeit fortsetzt.

Amalia Perenal: Vor 31 Jahren in Strahnbrad geboren, stellt Magus Perenal nicht nur eine weitere, ausländische Magierin des Krallenauges, sondern trägt durch ihre Spezialisierung in die Hervorrufung und Transmutation auch maßgeblich zum zerstörerischen Potential des Zirkels bei.

Mira Elagar: Eine wahre Tochter Krallensteins, die ihren Weg zu den Kirin Tor Dalarans fand, wo sie die Ausbildung zur Kampfmagiers durchlief. Nun ist Mira zurück in ihrer Heimat, wo sie zusammen mit Magus Perenal zu den wohl tödlichsten Mitgliedern der Zirkels zählt.

Larissa Clarow: Eine weitere Fremdländerin, die in Krallenstein ihre neue Heimat fand, nachdem ihre alte, die Stadt Brill, gemeinsam mit dem restlichen Königreich, der Dunkelheit anheimfiel. Eine Praktiziererin der magischen Schule der Verzauberung, die nicht nur die Ritter und Soldaten der Schwarzen Garde mit magischen Verbesserungen versorgt, sonder auch die Schöpferin des verzauberten Halsschmucks ist, der den allseits beliebten Raptor „Zähnchen“ des Krallensteiner Schaustellers „Der UNGLAUBLICHE Albertus Gigantus“ unter Kontrolle hält.

Quentin Mühlmann: Das neuste Mitglied der Zirkels, das erst in den Tagen des Draenor-Feldzeuges zum Krallenauge stieß. Und kaum einer würde widersprechen, das es auch das seltsamste ist. Der Sohn Menethils, der mehr wie ein Landstreicher anmuten mag, als ein ausgebildeter Magier, verbrachte lange Jahre seines Lebens als Einsiedler im Sumpfland, wo er sich ganz seiner großen und seltsamen Leidenschaft hingab: Der Erforschung von Brühschlammern. Es wird gemutmaßt, das er den Weg in das Krallenauge nur fand, weil es der einzige Zirkel war, der seine eigenwilligen Forschungsmethoden tolerierte. Auf der anderen Seite mag es Magus Mühlmanns respektables Talent der Frostmagie gewesen sein, das den Zirkel dazu brachte, die unkonventionelle Brühschlammerforschung des Magiers mit ihren Mitteln zu unterstützen. Augenzeugen schwören derweil, sie hätten während der Legionsinvasion des Tals von Krallenstein beobachtet, wie die magisch mutierten Brühschlammer Mühlmanns eine Gruppe dämonischer Teufelswachen überwältigt und verschlungen hätten. Die übrigen Magier des Zirkels weigern sich vehement, sich zu diesem Vorfall zu äußern, oder seinen Wahrheitsgehalt zu bestätigen.

Anduin Knochenfluch: Ein erfahrener Kriegsmagier des Bundes von Arathor, der sich im erbitterten Kampf gegen die Entweihten einen Namen machte. Als dieser Kampf ihn verkrüppelt und untauglich für das Schlachtfeld zurückließ, fand er im Krallenauge eine neue Bestimmung, wo er nun eine neue Generation von Magiern die Kunst der angewandten Kriegsarkanie lehrt, und nicht müde wird, jedem seine Heldengeschichten zu erzählen, der nicht schnell genug das Weite suchen kann.


Die Schüler und Novizen:


Athain Blackwood: Das mittlere der drei Blackwood-Kinder und, anders als seine beiden Schwestern, der einzige in der Familie, der dem arkanen Pfad seines Vaters folgt. Die Bestrebungen des Novizen, Magus Elegar als Kampfmagier mit Arkanie und Schwert in der Schlacht nachzueifern, werden von seinem Vater jedoch vehement ausgebremst.

Die Schuppenstadt:

Das am Fuße der höhergelegenen Burg Krallensteins befindliche Städtchen bildet die größte Ansammlung von Menschen in den Ländereien der Valricks. Dominiert von Holz- und seltener Steinbauten, erhält es seinen Namen von den Schuppen getöteter Hochlandraptoren, mit denen die Einwohner ihre Häuser schmücken. Als eine Art Statussymbol, sind die Einwohner bemüht, ihre Heime mit noch mehr, nocht vielfältigeren und schöneren Schuppen, auf noch ausgefallenere Arten und Weisen zu schmücken, als es ihre Nachbarn tun. Durchzogen wird die Schuppenstadt von einem aus den Bergen kommenden Bach. Vor allem für seine Waren aus dem Leder, den Schuppen und den Knochen der so zahlreich vorhandenen Hochlandraptoren ist das örtliche Handwerk bekannt. Einstmals galt der zwergische Tavernenwirt der Stadt als das größte Kuriosum, der jedem Gast eine andere Geschichte erzählte, was ihn aus den Bergen Dun Moroghs in die Hochlande verschlug. Doch die Zeiten änderten sich. Nun sind in der Schuppenstadt auch zahlreiche Angestellte der Schönwetter-Gesellschaft ansässig, die längst nicht mehr nur aus Bergleuten bestehen und die die Annehmlichkeiten der Stadt dem unspektakuläreren Minendorf vorziehen. Menschen aus dem Königreich Sturmwind, Zwerge aus Dun Morogh und selbst einige Gnome sind im Stadtbild kein Fremdkörper mehr.

Die Minen und das Minendorf:


Die ergiebigen Minen, denen Krallenstein einen großen Teil seines Reichtums zu verdanken hat, liegt etwa 30 Minuten Fußmarsch östlich von Burg und Schuppenstadt. Bergleute aus Krallenstein selbst, aber auch zahlreiche Menschen, Gnome und Zwerge der Schönwetter-Bergbaugesellschaft aus Sturmwind tun hier Dienst. Für die Arbeiter wurde eigens das „Minendorf“ angelegt, was letztlich aber nicht mehr als ein paar Holzbaracken darstellt, gedacht für all jene, die es nach getaner Arbeit nicht mehr nach Schuppenstadt schaffen, oder nicht wollen. Es heißt, in der Mine gäbe es Bereiche und Gänge, in die nur die Schönwetter-Mannen Zugang haben, nicht jedoch die Bergleute Krallensteins. Aus Sicherheitsgründen, wie die erfahreneren Bergleute aus Sturmwind und Eisenschmiede behaupten. Eine kleine Garnison von Soldaten und Schönwetter-Söldnern ist ebenfalls am Minendorf stationiert, um es vor den Kobolden der nahen Berge zu beschützen und gegebenenfalls Alarm zu schlagen. Als während des Draenor-Feldzuges der Bergmenschenstamm der Steinherzen blutig durch die Soldaten und Magier des Lord Angus vertrieben wurde (Offiziell als Reaktion auf Überfälle auf Höfe und Gehöfte der Krallensteiner, hinter vorgehaltener Hand tuschelt man jedoch es ginge von Anfang an nur um die neuen Stollen, die auf dem Stammesland nach der Vertreibung der Bergmenschen anlegt wurden), baute man das Bergdorf weiter aus, als mehr Menschen aus dem Süden kamen, und stellte zusätzliche Schönwetter-Söldnern ab, sollten die überlebenden Steinherzen nach Rache sinnen.

Die Schwarze Garde:

Das Herzstück von Lord Angus reformierter Armee. Rekrutiert aus den loyalsten und fähigsten Soldaten Krallensteins und angeblich auch aus einigen Söldnern der Schönwetter-Gesellschaft, sind diese Männer und Frauen leicht an ihren charakteristischen, schwarzen Rüstungen mit eingearbeiteten, rotem Raptor auf der Brust zu erkennen. Eindeutig zwergische Schmiedearbeit, wie das fachkundige Auge zu erkennen weiß. Gute Klingen, starke Schilde und präzise Gewehre aus den Manufakturen Eisenschmiedes lassen wie bei vielen anderen der ambitionierten Projekte des Lord Angus die Frage aufkommen, ob all dies wirklich aus eigener Kasse gezahlt werden kann, oder ob seine Gönner aus Dalaran und Sturmwind dem lesenden Lord nicht ein wenig unter die Arme greifen. Und was sie dafür als Gegenleistung verlangen.
Vermutlich nirgendwo besser, als bei der schwarzen Garde erkennt man Lord Angus Bruch mit den Traditionen des alten Krallensteins. Heldenmut, Wildheit im Kampf und der Geist legendärer Krieger wurden hinfort geweht. Nun herrscht der peitschende Ton gilnearischer Offiziere, die nach dem Fall ihres Reiches angeworben wurde. Die Ausländer in den Reihen der Garde sind bereits gleichauf mit den Einheimischen, wenn sie nicht schon die Überhand haben. Gleichschritt, gnadenloser Drill und eiserne Disziplin sind die Tugenden dieser Tage. Nicht ohne eine gewisse Verachtung blicken manche auf die „ Kopflosen Raufbolde und wilden Haufen“ des hohenwacht´chen Freisassenheeres.

(Aktuell - World of Warcraft: Legion)

Das Lumpendorf:


Vom Siegestor bis zur Schuppenstadt wurde das Tal Krallensteins durch den Angriff der Brennenden Legion und des Ogerhexenmeisters Gar´goll schwer verwüstet, viele Rittergüter und Gehöfte sind wenig mehr als schwelende Ruinen, versprengte Dämonen, Trolle und Banditen treiben die Bewohner der verbliebenen Ansiedlungen in Richtung Burg Krallenstein. Hinzu kommt ein beständiger Zufluss von Flüchtlingen aus den übrigen Teilen des gefallenen Königreiches, die sich im Tal, das sich seit jeher als sicherer Hafen verstand, Schutz und Obdach versprechen. Doch besorgt um die Sicherheit und nach den schweren Verlusten selbst im dringenden Bedarf an den eigenen Ressourcen, bleibt dem Großteil der Menschen der Zugang in die Schuppenstadt verwehrt. Was entstand, war das Lumpendorf, direkt vor den Toren der Schuppenstadt. Eine verwahrloste und erbärmliche Ansammlung aus Matsch, Dreck, notdürftigen Zelten, kruden Verschlägen, grassierendem Mangel und allgemeinem Elend, das mit jeder verstreichenden Woche weiter zu wachsen scheint. Einige haben das Glück, für einen Hungerlohn beim Wiederaufbau, in den Minen oder bei anderen Tätigkeiten angeheuert zu werden. Doch viele weitere werden einfach sich selbst überlassen. Zu groß ist schlichtweg die Zahl derer, die verzweifelt Arbeit suchen, verglichen mit denen, die tatsächlich einen sinnvollen Beitrag leisten können. Und auch die Rationen, die den vielen hungrigen Mäulern geboten werden, reichen kaum zum Überleben.

Manche der kräftigen und gesunden können darauf hoffen, in die Miliz einzutreten, die aus den vielen Heimatlosen gebildet wurde und die dezimierte, schwarze Garde bei der Sicherung des Tals unterstützen soll. Ebenso mag man sich das magere Einkommen aufbessern, indem man bei einem der Ritter oder Großgrundbesitzer anheuert, die bestrebt sind, ihre Güter weiter draußen im Tal wiederherzurichten. Doch muss kaum erwähnt werden, das nicht jeder fähig oder gewillt ist, seinen erbärmlichen Zustand mit harter und gefährlicher Arbeit aufzubessern. Die Gefahr von Diebstahl, Kriminalität, Vergewaltigung und Aufruhr in dem stetig wachsenden Lumpendorf ist mehr als real. Die Reaktion Lord Angus wiederum, gestaltet sich ebenso brutal wie effektiv. Auch wenn das Lumpendorf weitgehend sich selbst überlassen wird, so wird doch bei Vergehen mit äußerster Härte vorgegangen. Eine Bandentattoo, der Hinweis auf Verbindungen zu Legionskulten oder einer Syndiaktsvergangenheit hat schnell unbürokratisch vollstrecktes Todesurteil zur Folge. Doch auch kleinere vergehen, wie Diebstahl oder allgemeine Unruhestiftung werden ohne großes Federlesens mit öffentlichen Auspeitschungen und Prangerstrafen geahndet, nicht selten begleitet von exemplarischen Hinrichtungen besonders lautstarker Rädelsführer. Ein hartes Regime, voller Ungerechtigkeit und Elend, doch eines dem es bisher gelingt, die Ordnung aufrecht zu erhalten und auch die Stimmung unter den Bewohnern der Schuppenstadt am kippen zu hindern.


Eine neue Plage:

Auch wenn es viele gibt, die das harte Los im Lumpendorf über sich ergehen lassen, sich mit den wenigen Rationen und der Hoffnung auf eine Anstellung in der Miliz oder beim Wiederaufbau begnügen, gibt es auch viele, die es nicht tun. Immer wieder verlassen ganze Gruppen das Lumpendorf, oder suchen sofort ihren Weg in die Wälder und Weiten des Tals. Dort schlagen sie sich als Banditen und Wegelagerer durch, überfallen weitere Flüchtlingstrecks oder hoffen, in den verwüsteten Gehöften und Rittergütern Plündergut zu finden. Ein ernstes Problem, das sich mit versprengten Dämonen, Kultisten und Waldtrollen der ursprünglichen Invasionsarmee des Ogers Gar´goll vermischt und den Wiederaufbau erheblich stört. Und doch weigert sich Lord Angus, das Siegestor für die Fliehenden zu schließen, erhofft er sich doch, die dezimierte Bevölkerung und angeschlagene Streitmacht mit neuen Kräften aufzustocken. Und so bleibt auch hier nur der Weg der Härte. Immer wieder ziehen Trupps der Schwarzen Garde und der neugegründeten Miliz aus, angeführt von den Rittern Krallensteins, oder gar den Magiern des Krallenauges. Es ist ein mühseliges Katz und Mausspiel, denn die Wegelagerer wissen genau, das sie bei einer Konfrontation hoffnungslos unterlegen sind. Obwohl die Kräfte Krallensteins immer mehr Wegelagerer mit warnenden Schildern an den Bäumen aufknüpfen und Schreckensgeschichten im Lumpendorf verbreiten, von mutierten Brühschlammern und blutrünstigen Raptoren, die sie auf die Banden hetzen, treibt der Mangel und die Hoffnungslosigkeit immer neue Menschen in die Wegelagerei, die Krallenstein wohl noch längere Zeit plagen wird.
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste