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Alterac - Land und Leute
#1
[Autor: Bernold]


Einleitung: Da wir ein neues Forum haben, und durch die wahnsinnige weise Entscheidung unserer geliebten Regentin mit einem Adelshaus aus Alterac verbandelt sind, dachte ich mir, ich schreibe mal einen neuen Guide, wie ich es auch damals bei der Wiederbelebung des alten Forums getan habe, sozusagen als.. äh.. Einweihungsgeschenk. Ja, ich weiß, viel zu spät. Na, jedenfalls, hier ist er nun. Lest ihn euch durch, wenn ihr mögt. Solltet ihr (Lore-)Fehler finden oder über Unklarheiten oder zu weit hergeholte Spekulationen stolpern, lasst es mich ruhig hier wissen. Vielleicht setze ich ihn danach den Flames im Aldor-Forum aus, mal sehen.


I. Allgemein
  • Wappen: Die Nationalfarbe des Königreichs Alterac war nach dem Handbuch von Warcraft II. orange. Sein Wappen zeigte einen Falken mit ausgebreiteten Flügeln kurz vor der Landung.
  • Anführer: Der letzte König von Alterac, ehe das Königreich seiner Eigenständigkeit beraubt wurde und schließlich aufhörte zu existieren, war Aiden Perenolde. Da er die Allianz während des zweiten Krieges verriet, verhängte das Königreich Lordaeron noch während des Krieges (oder danach, je nach Quelle) das Kriegsrecht über Alterac, besetzte es mit Truppen der Allianz und stellte Aiden Perenolde und seine gesamte Familie (bis auf einen Neffen von Aiden, Isiden Perenolde, der vorher nach Gilneas floh) in ihrer eigenen Festung unter Hausarrest, wie in „Jenseits des Dunklen Portals“, „Tag des Drachen“ und „Im Strom Der Dunkelheit“ berichtet wird, womit König Terenas (Lordaeron) zum de facto Herrscher über das Königreich wurde und über sein weiteres Schicksal mit den Herrschern der anderen Königreiche (Stromgarde, Gilneas, Kul Tiras) stritt (siehe Unterpunkt: Alterac-Krise). Nach dem nicht mehr zum Kanon gehörenden „Lands of Conflict“, wurde Aiden Perenolde schließlich samt seiner gesamten Familie (darunter auch Aliden, sein Sohn) mit weiteren Adeligen (samt deren gesamten Haushalt) und sonstigen Kollaborateuren seiner Titel und Ländereien enthoben und verbannt, womit (spätestens) das eigenständige Königreich Alterac (organisatorisch) aufhörte zu existieren. Nach „Dark Factions“ allerdings blieb Aiden Perenolde in Haft, „where he would eventually die [...]“, nach „Lands of Conflict“ geschah dies erst, nachdem er erneut gefangengenommen wurde. Aliden Perenolde, der älteste Sohn Aiden, wurde wie geschrieben ebenso verbannt und enteignet und stieg in den Jahren nach dem dritten Krieg zum ersten (und bisher einzigen) Anführer des Syndikates auf und blieb das (vermutlich) bis „Cataclysm“. Seit dem kann er nicht mehr im Spiel (bei Dandreds Senke) gefunden werden und ist höchstwahrscheinlich tot, bis dahin aber erhob er mit dem Syndikat (unter anderem) gewaltsam Anspruch auf die Ruinen seiner Heimat; ein „König“ war er aber zu keinem Zeitpunkt. Nach „Lands of Conflict“ hatte er eine Schwester namens Beve Perenolde, eine Magierin, die ebenfalls im Syndikat war, deren Status allerdings unbekannt und recht fraglich ist, da sie in den Romanen nicht auftaucht, weshalb anzunehmen ist, dass sie nicht Teil des Kanon ist, ähnlich wie Tandred Proudmoore. Hier heißt es auch, dass die Frau von Aiden (und Mutter von Aliden und Beve) Isolde Perenolde gewesen sein soll, die (vermutlich) in den Jahren vor dem zweiten Krieg starb, deren Kanonstatus aber auch sehr fraglich ist. So bleibt nur noch Isiden, der schon erwähnte Neffe von Aiden Perenolde, als letzter „kanonfester“ Vertreter des Hauses Perenolde, der kurz bevor Lordaeron das Kriegsrecht über Alterac verhängte nach Gilneas floh und von dort aus und mit dessen Unterstützung Anspruch auf die Krone von Alterac erhob, was aber letztlich von König Terenas zurückgewiesen wurde („Jenseits des Dunklen Portals“, „Tag des Drachen“). Seit dem taucht er in keiner Quelle mehr auf, wodruch sein Status völlig unbekannt ist. Es ist möglich beziehungsweise recht wahrscheinlich, dass er mit dem Rest der Familie Perenolde verbannt wurde und/oder mittlerweile tot ist. Somit gibt es jedenfalls im Moment keinen weiteren lebenden und bekannten Verwandten des Hauses Perenolde mehr, dessen oder deren (erblicher) Anspruch auf die Krone von Alterac mit der Enteignung und Verbannung Perenoldes ohnehin sehr fraglich bis unwahrscheinlich wäre, einmal abgesehen davon, dass das Königreich auch schlicht nicht mehr existiert. So oder so steht Alterac seit den Jahren nach dem zweiten Krieg ohne König/Kronprinzen oder entsprechende alteracische Autorität da und zerfiel in seiner Folge. Dennoch kann Aliden Perenolde bis spätestens „Cataclysm“ zumindest als eine Art von Anführer über (die Ruinen) von Alterac betrachtet werden. Da er nun aber (höchstwahrscheinlich) Tod ist und das Schicksal des Syndikates völlig unbekannt, existiert aktuell auch kein wie auch immer gearteter Anführer oder potentieller Nachfolger mehr.
  • Volksbezeichnung: Die Bezeichnung für die Menschen aus dem Königreich ist „Alteraci“.
  • Geographie: Das Königreich Alterac ruht unmittelbar im namensgebenden „Alteracgebirge“ und kann geographisch wie Stromgarde als ein „Bergkönigreich“ beschrieben werden. Wie uns Thoras „Im Strom der Dunkelheit“ erzählt, liegt es gemeinsam mit Stromgarde höher als die anderen (Menschen-)Königreiche. Als er (Trollbane) die südlichen Bergpässe des Alterac sichert, das Königreich Alterac war von zahlreichen weiteren Bergpässen durchzogen, die von den Alteraci und Stromern „aus dem Berg gehauen worden“ waren, um „mit ihren tiefer gelegenen Nachbarn Handel treiben“ zu können und ein wichtiger Machtfaktor waren, stellt er fest, dass die Orcs die Höhe nicht gewöhnt waren, was die Aussage aus „Lands of Conflict“ bestätigt, dass das Alteracgebirge recht hoch liegt (und wohl auch liegen muss, bei dauerhaft schneebedeckten Gipfeln). Dennoch gibt es inmitten seiner Gipfel auch einige „[fertile] valleys“, also fruchtbare Täler, „and those that do are fallow“, die allerdings brach liegen sollen („Lands of Conflict“), sicherlich in Folge der Auflösung des Königreichs.
  • Wetter: In „Im Strom der Dunkelheit“ erhalten wir einen kleinen Einblick in das Wetter in den Bergen von Alterac. So beschreibt Doomhammer Alterac als „kalte Bergregion“ mit „schneebedeckten Bergen“, als er mit der alten Horde in den „engen Pfaden zwischen [den] Felshängen“ (die kaum Platz für mehr als zwei Mann nebeneinander boten) in Richtung Lordaeron-Stadt marschierte. Als Thoras Trollbane die Orcs schließlich in ebendiesen Bergpfaden abfängt, schneit es dort und ist so kalt, dass die Körper der getöteten Orcs rasch steif werden. Soweit die Romane über das (kalte) Wetter im Alteracgebirge. Im nicht mehr zum Kanon gehörenden „Lands of Conflict“, beschreibt uns Brann Bronzebart die Berge des Alterac folgendermaßen: „cold and misty, thick with rain and gray clouds.“ Sie sind also auch dort kalt und außerdem nebelig, mit einem Himmel, der von dichten grauen Regelwolken bedeckt ist. Wie wir auch in „World of Warcraft“ sehen können, besteht Alterac aber nicht nur aus schneebedeckten Bergen. Wie weiterhin Brann erzählt, besitzt Alterac zwischen seinen „gray, rocky peaks“ auch ein „temperate landscape“ mit „[huge] pine trees“ und „green meadows and tenacious shrubs“, also einen Landstrich mit gemäßigterem Klima, in dem es hohe Kiefernbäume, grünes Weideland und einige hartnäckige Sträucher gibt. Das lässt sich recht gut auf das im Spiel bezeichnete „Oberland“ von Alterac übertragen. Insgesamt gilt das Klima des Alterac hier (also in „Lands of Conflict“) als „temperate“ (gemäßigt), mit einem hohen Regenanteil („Rainfall ist high“) und einem oft bedeckten Himmel („the sky is often overcast“), was die Region nach der Meinung von Brann recht „drear“ also trostlos macht.
II. Land und Leute – Vor dem Zerfall
  • Allgemein: Im Handbuch von Warcraft II. heißt es schlicht, dass „Alterac […] the weakest of the Human nations [...]“ zur Zeit des zweiten Krieges war, weshalb die militärischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten des Königreichs wohl sehr, sehr begrenzt waren. Anders als noch zu Zeiten des arathischen Imperiums, als Alterac die „Nordlande“ noch „dominierte“ und sich seine mächtigen Armeen selbst mit denen von Gilneas messen konnten, wie unter anderem in „World of Warcraft: Chroniken I.“ steht. Gemeinsam schlossen Alterac und Gilneas „ihre Streitkräfte häufig für große Expeditionen zusammen, um die Grenzen von Arathor zu sichern [und] so kam es auch, dass sie südlich von Strom, in Khaz Modan, die Zwerge und die Gnome entdeckten.“ („WoW: Chroniken I.“) Von dieser ehemaligen Macht scheint jedoch zumindest in Alterac so gut wie nichts übrig geblieben zu sein. Wann der Abstieg Alteracs begann, ist nicht bekannt, das 'Warum' ist wohl in seiner abgelegenen Lage und/oder schwachen Herrschern zu suchen.
  • Kultur: Wir erhalten außerhalb der Regelwerke so gut wie keine Einblicke in die Kultur oder das Wesen von Alterac, und selbst dort wird sich ausschließlich auf das Syndikat bezogen, das zwar aus (ehemaligen) alteracischen Adligen und Bürgern bestand, aber nicht gerade die „guten“ Seiten von Alterac repräsentierte und somit wohl nur ein etwas mäßiger Leumundszeuge ist. So erklärte uns beispielsweise „Meister des Syndikats Ryson“ in dem Quest „Meister Rysons Allsehendes Auge“: „Wir werden so handeln, wie wir es immer getan haben: Warten, bis sich ein klarer Sieger aus der Asche und dem Geröll des Wahnsinns erhebt, und dann zuschlagen“, was sich wohl als eine recht opportunistische Grundeinstellung beschreiben lässt. Andererseits deckt sich das auch mit den Beschreibungen von König Perenolde und seinem Sohn. Anduin Lothar meinte beispielsweise, dass Aiden Perenolde „kultiviert […] glatt und geschmeidig, gemein und immer auf [seinen] Vorteil“ bedacht sei, Khadgar hielt ihn für „gerissen“ und Terenas für „durchtrieben“, dessen Politik aus „verschlagenen Winkelzüge[n]“ bestünde, und Thoras erklärte, dass Perenolde nur dann „zum Kampf bereit [sei], wenn er sicher wusste, dass er den Sieg davontrug“ („Im Strom der Dunkelheit“, „Jenseits des Dunklen Portals“). Sein Sohn, also Aliden, sei aus dem selben Holz geschnitzt, berichtet ebenfalls Thoras („Jenseits des Dunklen Portals“). Wie geschrieben, deckt sich das auch mit den Beschreibungen der adligen des Syndikats und ihrer Vorgehensweise. Auch sie setzten eher auf List (Attentate und Spione) und Klugheit, werden als besonders „egotistical“, „pride and jealousy“ und „haughty“ (stolz/hochmütig) beschrieben, immer auf ihre „opportunity“ wartend, mit einer geschickten Intrige Macht und Gewinn an sich zu reißen („Dark Factions“). Gleichwohl sollte man nun nicht davon ausgehen, dass alle Adligen (und einfachen Bürger) durchtriebene, doppelzüngige Schurken waren. Denn wie Thoras in „Jenseits des Dunklen Portals“ nämlich auch meint, waren „viele Menschen aus Alterac […] anständige Leute“ und ganz und gar nicht so wie ihr „doppelzüngiger König.“ Als Beispiel kann hier General Hath dienen, der als ehrenvoll, anständig und tapfer beschrieben wird, sowohl von Terenas als auch Thoras (siehe: Militär). Insgesamt mag in Alterac also eher eine Art gebildete Kultivierheit geherrscht haben, zumindest im Adel, mit einer Tendenz zu List, Verschlagenheit und einer gewissen Arroganz, man wusste dabei aber auch durchaus den Wert von Begriffen wie „Ehre“ und „Tapferkeit“ zu schätzen. Oder mit anderen Worten: Alterac bestand aus weit mehr als nur gewissermaßen schurkenhaften Adligen.
  • Militär: Wie schon geschrieben war Alterac das schwächste Königreich und besaß daher nicht die militärische Expertise und/oder Möglichkeiten eines Stromgarde, Gilneas oder Lordaeron. Dennoch hatte das Königreich natürlich eine (kleine) Armee, die vor dem zweiten Krieg immer mal wieder in (kleinere) Gefechte mit der Armee von Stromgarde aufgrund von Grenzstreitigkeiten verwickelt war. Der General von Alterac war dabei ein stämmiger, älterer Mann mit dicken grauen Schnurrbart namens Hath („Im Strom der Dunkelheit“). Thoras Trollbane beschreibt ihn folgendermaßen: „Der Mann war ein tüchtiger Soldat, ein guter Taktiker und anständig.“. Ähnlich äußerte sich auch König Terenas über ihn: „Aber Hath, Perenoldes General, war ein fähiger Kommandeur und hervorragender Krieger.“ Andererseits hatte der Kommandant der Garde von Lordaeron-Stadt, Morev, beispielsweise nur eine sehr geringe Meinung von den Soldaten Alteracs, die nach seinem dafürhalten nur von „Narren“ angeführt würden. Man kann also wohl festhalten, dass Alterac tatsächlich die schwächste Armee innerhalb der Allianz besaß und wohl in der Zeit vor/während zweiten Krieges nicht mehr für sein Militär bekannt war. König Perenolde war Kämpfen gegenüber ohnehin gänzlich abgeneigt (wie schon geschrieben). Er setzte stattdessen eher auf Gerissenheit und Verhandlungen („Im Strom der Dunkelheit“). Mit der Besetzung Alteracs und der Verhängung des Kriegsrechts durch Lordaeron, wird das Militär von Alterac nach dem zweiten Krieg aufgelöst wurden sein, allerspätestens mit der faktischen Auflösung des Königreichs. Was danach aus General Hath wurde, ist nicht bekannt.
  • Spione: Alterac könnte seine militärische Schwäche durch Spione (und Attentäter) ausgeglichen haben. Dass das Königreich offensichtlich recht begabte Spione besaß, beweist der Diebstahl des Buchs von Medivh aus der ohne Frage bestens gesicherten Burg von Sturmwind kurz nach dem zweiten Krieg durch einen alteracischen Spion und Attentäter. Auch der Umstand, dass das Syndikat hauptsächlich auf Spione, Attentäter und verdeckte Aktionen setzte (siehe: Syndikat - Organisation), passt gut in das Bild eines Königreichs, dass seine wirtschaftlichen/militärischen Nachteile durch List auszugleichen verstand.
  • Magie: Wie das Königreich Alterac zu (arkaner) Magie stand geht aus den Quellen nicht hervor. Es ist anzunehmen, dass es dort die selbe Skepsis gegenüber dem Arkanen gab, die es auch in den anderen Königreichen gab („Wir werden schon seit Jahrhunderten als Ketzer gebrandmarkt. Die Kirche war noch nie mit unseren Methoden einverstanden.“, Weg zur Verdammnis). Wie man die Abwesenheit eines Magierturms in den Ruinen von Alterac-Stadt bewerten möchte, bleibt spekulativ. Möglicherweise besaß die Stadt einfach keinen, möglicherweise wurde er völlig zerstört. Beve Perenolde, die Tochter von Aiden, wurde, sofern es sie denn überhaupt gab, jedenfalls nach Lordaeron-Stadt geschickt, um dort die arkane Magie zu studieren („Lands of Conflict“), was aber zumindest eine offenere Haltung im Haus Perenolde gegenüber der arkanen Magie andeuten könnte. Auch der Umstand, dass das Syndikat, das immerhin aus (ehemaligen) alteracischen Adligen bestand, Schattenmagier und Hexenmeister in seinen Reihen tolerierte (Quest: Blut der Unschuldigen), mag auf eine gewisse Grundakzeptanz (im Adel) der arkanen Magie gegenüber hindeuten, selbst oder besonders gegenüber den verbotenen Formen, gleichwohl kein bekannter Anführer des Syndikats Magier oder dergleichen war, man das also auch nicht überbewerten sollte. Vielleicht mangelte es dem Königreich schlicht an den Ressourcen für einen echten Magierturm.
  • Religion: Über die Religion(en) im Königreich Alterac schweigen sich alle Quellen aus. Die religiösen Zentren des Lichts lagen in Lordaeron und Sturmwind und das Haus Perenolde und sämtliche Adlige des Syndikats scheinen keine Anhänger dieser Religion gewesen zu sein, ihre Handlungen sprechen jedenfalls eindeutig dagegen. Dennoch war und ist das Heilige Licht natürlich die Hauptreligion der Menschen und so hatte es sicherlich auch in Alterac seine Anhänger. Man findet in den Ruinen von Alterac-Stadt zumindest die Überreste einer Kapelle. Mehr lässt sich darüber eigentlich nicht sagen. Andere religiöse Vorstellungen sind nicht bekannt, was sie aber auch ausdrücklich nicht ausschließt. Reminiszenzen des alten Naturglaubens der Menschen könnten durchaus vorhanden gewesen sein.
  • Bergsteiger: Obwohl es nicht explizit in „Im Strom der Dunkelheit“ erwähnt wird, müssen auch die Alteraci recht erfahrene Bergsteiger gewesen sein, so wie es auch die Stromer sind, liegt ihr Königreich doch ebenso in den Bergen. Es ist also recht wahrscheinlich, dass auch dort (so gut wie) jedes Kind das Klettern erlernte, wie es Thoras Trollbane („Im Strom der Dunkelheit“) über Stromgarde berichtet.
  • Abgeschottet: Das Königreich Alterac war unter der Führung von Aiden Perenolde wohl ein etwas abgeschottetes Königreich, ähnlich wie Gilneas, aber im Fall von Alterac wohl aus anderen Motiven. „Perenolde interessierten andere nicht“, heißt es in „Im Strom der Dunkelheit“ darüber schlicht. Engere diplomatische Beziehungen wurden also wohl eher nicht gepflegt, sofern sie nicht von unmittelbaren Nutzen für Alterac waren, wie beispielsweise Handelsbeziehungen. Der Herrscher des Alteracs war bei seinen unmittelbaren Nachbarn ohnehin recht unbeliebt, wie schon an verschiedenen Stellen erwähnt. König Terenas hielt ihn bekanntlich für „selbstsüchtig und durchtrieben“ und König Thoras für „einen Feigling und Tyrannen“ („Im Strom der Dunkelheit). Die Meinungen über Aliden, seinen Sohn und Erben, waren ebenso schlecht („Der ist aus demselben Holz geschnitzt wie sein Vater.“, „Jenseits des Dunklen Portals“) Die fehlende Bereitschaft von König Perenolde die Allianz zu unterstützen und der letztliche Verrat an der Allianz durch Perenolde (und weitere alteracische Adelige) vervollständigen das Bild eines eher auf sich bedachten Königreichs.
  • Sprichwörter: Nach dem Begleittext zum Haustier „schwarze Tigerkatze“ aus World of Warcraft, ist ein altes alteracischen Sprichwort: „Eine Katze hat neun Leben, aber sie braucht nur eines.“


    III. Land und Leute – Nach dem Zerfall
    • Zerfall: Gleichwohl sich die noch zum Kanon gehörenden Quellen, wie die Romane oder die Chroniken (I. und II.), über die tatsächlichen Gründe für den Zerfall von Alterac ausschweigen, muss er dennoch eng mit dem Verrat von Perenolde während des zweiten Krieges und der anschließenden Alterac-Krise zusammenhängen. Wir wissen nicht, wie die Alterac-Krise letztlich gelöst wurde (siehe: Alterac-Krise), doch wir wissen, dass Alterac vor dem dritten Krieg ohne Zweifel zerfallen war, dass es das Syndikat im Spiel tatsächlich gibt und dass es als Verbrecherorganisation von (alteracischen) Adligen beschrieben wird. Es muss also mehr oder minder so gekommen sein, wie es sich in „Dark Factions“ und „Lands of Conflict“ zugetragen hat, wenn auch vielleicht mit anderen Details. Demnach könnte die Entscheidung über Alterac letztlich der Silbernen Hand zugefallen sein, nachdem Perenolde zwei Jahre nach dem zweiten Krieg die Allianz erneut verriet und mit den Todesrittern der alten Horde einen Handel einging, die gemeinsam mit den Schwarzdrachen von Deathwing im Austausch für das Buch von Medivh, welches er (aus anderen Motiven) aus Sturmwind stehlen ließ, die Allianzstreitkräfte in Alterac-Stadt angriffen und auslöschten, da Perenolde die Kontrolle über seine Stadt und seine Unabhängigkeit wiederhaben wollte, was ihn damit auch zumindest zeitweise gelang, er die Allianz also direkt angriff („Tag des Drachen“). Da es sehr unwahrscheinlich ist, dass die Allianz und/oder Lordaeron diesen Angriff unbeantwortet ließ, muss es zu dem gekommen sein, was in „Dark Factions“ beschrieben wird, nämlich, dass „Sir Uther and his paladins“ Alterac-Stadt angriffen und eroberten, woraufhin die Hauptstadt von seinen Bewohnern aufgegeben wurde („[after] it fell to the assault by Sir Uther and his paladins [...]“), vermutlich weil die Zerstörungen zu groß waren. Unmittelbar danach (oder vielleicht auch schon davor), verkündete Uther Lightbringer die „Proclamation [...] regarding the ousted noble traitors“ (Proklamation bezüglich der enteigneten adligen Verräter), die nach „Lands of Conflict“ folgendermaßen lautete: „BE IT NOW KNOWN that the individual called Lord Aiden Perenolde and every known ally (see attached list), due to their association with the vile Horde during the war and their traitorous actions toward the Alliance and her citizens, shall be stripped of all land, holdings and wealth and known hereafter as traitors to the Alliance. They shall forfeit all rights to citizenry in the Alliance. Indeed, they are considered enemies of all citizens of Lordaeron. Let no good people of this land show them hospitality, mercy or sanctuary. Consider the honor they gave the Alliance and her citizens, and treat them no better. So said in this seventh year of the new Alliance. Sir Uther Lightbringer of the Knights of the Silver Hand.“ In ihr steht zusammengefasst, dass Perenolde und sämtliche Verbündete von ihm aufgrund ihres Bündnisses mit der (abscheulichen) Horde während des Krieges und ihrer verräterischen Handlungen gegen die Allianz und ihrer Bürger als Strafe all ihrer Ländereien und Besitzungen, ihres Reichtums und ihrer Rechte als Bürger der Allianz enthoben werden und fortan als Verräter an der Allianz und Feinde der Bürger von Lordaeron bekannt sein sollen und ihnen niemand Gastfreundschaft, Gnade oder Unterkunft gewähren soll. Das Urteil von Uther wird auch in „Dark Factions“ erwähnt, heißt hier allerdings „Sir Uther’s edict“, in dessen Folge „Perenolde was ultimately imprisoned, and other collaborators were stripped of their titles and property, then imprisoned or exiled.“ Ob es diese Proklamation/dieses Edikt nun in diesem oder einem ähnlichen Wortlaut gab oder nicht, ist am Ende wohl ohnehin durchaus etwas zweitrangig, denn das Ergebnis war in jedem Fall dass selbe; Perenolde und seinen (adligen) Unterstützer wurden ihrer Titel und Ländereien enthoben und eingesperrt oder verbannt, ansonsten gäbe es das Syndikat nicht. Die Verbannung galt nach „Dark Factions“ übrigens auch für alle, die „part of the traitorous nobles' households, either staff or family [...]“ waren; auch sie wurden „exiled with their lords.“ Damit war Alterac seines Königs und seines Kronprinzens und einer unbekannten, aber wohl recht hohen Anzahl an Adligen (samt deren Arbeitskräften) ersatzlos beraubt. Ohne eine Hauptstadt, König, Kronprinzen oder irgendeiner anderen Art von alteracischer Autorität oder staatlicher Organisation, muss sich das Königreich Alterac mindestens zwei Jahre nach dem zweiten Krieg („Tag des Drachen)“ schlicht aufgelöst haben. Aus seinen (ehemaligen) Gebieten wurde entweder mehr oder weniger unbewohntes Niemandsland (wie Alterac-Stadt) oder Besitz des Königreichs Lordaeron, wie die Stadt Strahnbrad. (WoW: Chroniken II./Arthas – Aufstieg des Lichkönigs)

    • Syndikat - Ursprung: Wie es unter anderem in dem (nicht mehr vorhandenen) Quest „Auftragsmörder des Syndikats“ heißt, ist oder war das Syndikat eine Verbrecherorganisation von „Dieben, angeführt von schurkischen Edlen des jetzt gefallenen Königsreichs von Alterac “, die wiederum bis zu seinem Tod von Aliden Perenolde (Quest: „Schwarzmoors Vermächtnis“) angeführt wurden. Über seine Entstehung wird allerdings (wie schon geschrieben) ausschließlich in den nicht mehr zum Kanon gehörenden Regelwerken „Lands of Conflict“ und „Dark Factions“ berichtet. So heißt es in „Dark Factions“, dass, nachdem Perenolde und die anderen Adligen verbannt wurden, „[many] citizens thought death would not have been too harsh for these turncoats, and thus life became difficult for them.“ Nur sehr, sehr wenige Menschen wollten mit den Verbannten in Verbindung gebracht werden, und so „they were turned away from every door.“ Andererseits heißt es in „Dark Factions“ auch, dass „[on] a realistic level, their numbers were large; they resembled refugees instead of a handful of exiles, and most farmhouses couldn’t have kept them if they’d wanted to.“ Bei den Verbannten handelte es sich also nicht um eine Handvoll Exilanten, sondern um eine recht große Gruppe, die die meisten Höfe, auch wenn sie es gewollt hätten, nicht aufnehmen konnten. Selbst die „few bands of free orcs in Lordaeron wanted nothing to do with them and refused them sanctuary [...]“, und so wurden die verbannten Adligen zu Dieben, Räubern und Mördern um ihr eigenes Überleben zu sichern, die ihre Taten damit rechtfertigten, dass „their victims should be supporting them anyway, as they once did.“ Da „Aiden Perenolde was rotting in prison (where he would eventually die)“, kam es unter den verschiedenen Gruppen der Verbannten zu Streitigkeiten über die Führung, bei denen sich sein Sohn und Erbe, Aliden, zunächst nicht durchsetzen konnte. Erst mit dem Ausbruch des dritten Krieges sah Aliden, der nicht damit zufrieden war, ein „lowly highwayman“ (übersetzt: einfacher Wegelagerer) zu sein und davon träumte, „to reclaiming his ancestral lands“, seine Chance gekommen. Er nutzte die Gunst der Stunde und „convinced (or browbeat) the other nobles“ (übersetzt: überzeugte die anderen Adligen oder schüchterte sie ein), und gemeinsam griffen sie ihre ehemalige Heimat an, „[to] retook the Alterac Mountains“ und „[to] reclaim the lands that are rightfully theirs […]“. Die durch die Invasion der Legion und der Geißel „harried and panicked citizens“, waren viel zu verängstigt und verwirrt über „the hellish creatures that rampaged over the land“ um sich gegen die Eroberung durch ihre ehemaligen Herren zur Wehr zu setzen und die Armeen Lordaerons zerstreut und beschäftigt. So schafften es die verbannten Adligen ohne (wirklichen) Widerstand ihre ehemalige Heimat größtenteils zurückzuerobern, darunter auch die Stadt beziehungsweise die Ruinen von Strahnbrad, die zu ihrem Hauptsitz wurden, bis „nearly every noble was back in his former home [...]“. Die Ruinen der alten Hauptstadt konnten sie allerdings nicht zurückgewinnen. Sie blieben unter der Kontrolle der Trümmergrat-Oger. „At this point, other outlaws joined their ranks“, und allerspätestens damit war das Syndikat wohl endgültig geboren, über das Aliden letztlich die Kontrolle übernahm, als er „came up with the idea to take advantage of the Alliance’s crippled state and attack neighboring lands [...]“, auch wenn die anderen „egotistical nobles“ ihm die Führung nur widerwillig überließen. So ist, zumindest „Dark Factions“ nach, das Syndikat entstanden, und höchstwahrscheinlich hat es sich auch so oder so ähnlich zugetragen.

    • Syndikat – Organisation: Außerhalb der Regelwerke erhalten wir nur recht wenige Einblicke in die Struktur und Organisation des Syndikats. Sicher ist, dass es von Aliden Perenolde angeführt wurde, der in seinem „Herrenhaus“ bei Dandreds Senke residierte (Quest: „Lord Aliden Perenolde“), und alle weiteren Führungsköpfe ebenso (ehemalige) alteracische Adlige waren, die jedoch wiederum selbst nach der Führung strebten („Dark Factions“). Darunter unter anderem Lord Falkenstein, der die Kontrolle über das Syndikat im Arathihochland hatte und dem nach „Dark Factions“ die meisten anderen alteracischen Adligen dort gedient haben („most of the nobles there serve Lord Falconcrest [...]“) und angeblich Aliden Perenolde für ebenso „duplicitous“ (doppelzüngig) wie seinen Vater hielt und plante, ihn zu stürzen, um die Kontrolle über das Syndikat selbst zu übernehmen. Er ist mittlerweile höchstwahrscheinlich tot. Dann wäre da noch Baron Vardus, der im nicht mehr vorhandenen Quest „Ableben des Barons“ als „bekannt [...] für seine Kaltherzigkeit und brutale Vorgehensweisen“ beschrieben wird, der Quartiermeister von Strahnbrad war und das (erfolgreiche) Attentat auf den früheren Magistrat von Süderstade plante. Auch er ist mittlerweile höchstwahrscheinlich tot. Schließlich noch Syndicate Master Ryson (Quest: Meister Rysons Allsehendes Auge), der wohl auch tot oder verschwunden ist. Der Hauptstützpunkt des Syndikats ist oder war nach dem nicht mehr vorhandenen Quest „Tod der Edlen“ Strahnbrad, was auch die Information aus „Dark Factions“ bestätigt, nachdem „the nobles convene in the derelict town of Strahnbrad“. In dem Quest („Tod der Edlen“) heißt es außerdem weiterhin, dass sich die Adligen dort möglicherweise als „normale Agenten des Syndikats [verkleideten]“, aber an ihren „Alteracsiegelringe“ erkannt werden konnten. Wie die gesamte (nicht mehr vorhandene) Questreihe um die Ermordung des früheren und Planung der Ermordung des neuen Magistrats von Süderstade zeigte, gehörte es zu den Strategien des Syndikates, Gebiete durch gezielte Attentate und andere verdeckte Störaktionen zunächst zu destabilisieren, ehe es zu einem eventuell offeneren Angriff überging. Man darf sich das Syndikat also nicht als eine disziplinierte Invasionsarmee vorstellen, es setzte, wie vielleicht schon Alterac zuvor, eher auf Intrigen, Attentäter und Spione, ehe es zuschlug, oder wie es Syndicate Master Ryson bekanntlich ausdrückte: „Wir werden [warten], bis sich ein klarer Sieger aus der Asche und dem Geröll des Wahnsinns erhebt, und dann zuschlagen.“ Die allermeisten einfachen Syndikatsmitglieder (NPCs) scheinen dunkle Lederkleidung und (oft) auch ein orangenes Halstuch (wohl als Anspielung auf die Farbe ihrer Heimat) getragen zu haben, aber abgesehen davon scheint es keine wie auch immer geartete Uniformierung oder gar Wappenrock gegeben zu haben, was auch zu der Beschreibung aus „Dark Factions“ passt, dass das Syndikat nur ein loser Verbund von alteracischen Adligen ist. Für alles weitere muss man weiterhin einen Blick in „Dark Factions“ (oder „Lands of Conflict“) werfen. Da heißt es über die Organisation des Syndikates noch, dass, nachdem „nearly every noble was back in his former home [...] many old habits returned“ und dass „[each] noble has a household and family that serve him or her, including whatever rogues or bandits they’ve picked up along the way“, und da die verbannten Adligen trotz der Aufhebung durch die Allianz noch immer an ihren Titeln und ihrem höherem Stand festhielten, wie die Quests zeigen, gibt es keinen Grund anzunehmen, weshalb sie dabei nicht auch, wie beschrieben, die alte Organisation der Adelshäuser wiederhergestellt haben, als sie die Gelegenheit dazu hatten, natürlich um den Punkt „Diebe“ erweitert. „The folks lower in the household, of course, do the dirty work. The nobles did the stealing and the fighting when they were exiles, but they consider themselves too good for that now [...]“, heißt es dann noch, und wie die Quests (und die Realität) zeigen, war es auch genau so. Der Adel plante, die Untergebenen führten aus.

    • Status: Nach der gewissermaßen Rückeroberung eines Großteils des Alteracgebirges während des dritten Krieges durch das Syndikat, stiegen die beteiligten alteracischen Adligen (neben den Trümmergrat-Ogern) wieder zur herrschenden Macht in ihrer alten Heimat auf. Dabei stellten sie das „Königreich Alterac“ aber explizit nicht wieder her, gleichwohl sie wie schon erwähnt möglicherweise durchaus die alte Ordnung der Adelshäuser wiederherstellten, sondern blieben eher ein loser Verbund von Adligen, die alle nach der Macht griffen und nur durch ein gemeinsames Ziel, nämlich der Ausbreitung ihres Herrschaftsgebietes, verbunden waren – was ihnen am Anfang auch gelang. So konnten sie unter anderem Gebiete im Hügelland (wie Burg Durnholde) als auch im Arathihochland (wie den Nordhof oder ein Teil von Burg Stromgarde) erobern und halten. Dabei standen sie sowohl mit der Allianz als auch mit der Horde im offenen Krieg, sowie mit der unabhängigen Gilde von Attentätern und Spionen Rabenholdt und den Trümmergrat-Ogern. Durch die nicht mehr vorhandene Quest: „Schwarzmoors Vermächtnis“, wissen wir weiterhin, dass Aliden Perenolde und das Syndikat vorhatten, die Orcs wieder „zu Sklaven zu machen, genau wie es einst auch [Alidens] Mentor, der geächtete Schwarzmoor, geplant hatte.“ Spätestens mit „Cataclysm“ begann dann allerdings der Abstieg des Syndikats. Aliden Perenolde, ihr Anführer, war (höchstwahrscheinlich) tot, vermutlich von „Agenten“ (also uns Spielern) der Horde getötet, Baron Vardus und Syndicate Master Ryson ebenso (die wiederum eher von Agenten der Allianz), ihre Gebiete im Hügelland verschwanden. Mit „Legion“ galt auch Lord Falkenstein als (höchstwahrscheinlich) tot und ihre Gebiete im Arathihochland als verlassen, der Nordhof allerspätestens mit dem kommenden Addon „Battle for Azeroth“. Somit blieben oder bleiben dem Syndikat nur noch ihre ursprünglichen Gebiete im Alteracgebirge, und selbst da nur noch die Ruinen von Strahnbrad, aus Dandres Senke sind sie verschwunden, deren aktueller Status nicht bekannt ist. Ebenso unbekannt ist, wer, sofern es das Syndikat noch gibt, es nun anführt, da alle ihre Anführer als tot gelten. Es ist daher möglich, dass das Syndikat mittlerweile größtenteils zerschlagen wurde, oder es sich (vorerst) in den Untergrund zurückgezogen hat, womit im Alterac nur noch die Trümmergrat-Oger als letzte größere Macht bleiben, die weitehrin Alterac-Stadt halten. Für alles weitere wird man wohl BfA (Battle for Azeroth) abwarten müssen. Das „Königreich Alterac“ bleibt jedenfalls weiterhin untergegangen und sein Gebiet tendenziell (unbeanspruchtes) Niemandsland.
  • IV. Politik und Diplomatie:
    • Allianz/Verrat: Schon während der Beratungen über die Gründung der Allianz, zählte Perenolde gemeinsam mit Graymane zu den anfänglichen Gegnern eines solchen Bündnisses. Doch während es bei Graymane vor allem die Haltung war, dass Gilneas jeden, „der dumm genug war, dort einzumarschieren“ umbringen würde, argwöhnte man bei Perenolde, dass sich seine Ablehnung vor allem aus seiner Furcht gegenüber der Horde speiste, was auch so war, wie wir dank Meta-Wissen erfahren („Im Strom der Dunkelheit“, „Tag des Drachen“ ). Er schlug stattdessen vor, mit der Horde zu verhandeln, da „diese... Orcs... [bestimmt] der Vernunft zugängliche Kreaturen“ seien. Dennoch trat er mit Alterac der Allianz von Lordaeron letztlich bei und schlug sich dabei selbst (wie andere Könige auch) als dessen Anführer vor, da er der Meinung war, „dass reine Gewalt allein nicht ausreichen würde, [und] der Oberkommandierende auch über Klugheit, Weisheit und Weitsicht verfügen sollte“, was er „natürlich im Überfluss vorweisen konnte“. Wie wir wissen, wurde am Ende Anduin Lothar der Oberkommandierende, und Alterac wurde (wie Gilneas) nur zu einem „minor contributor of troops and equipment to the Alliance“ (Handbuch Warcraft II.). Als Doomhammer mit der alten Horde nach seinem Angriff auf Quel'Thalas schließlich in Richtung Alterac marschieren ließ, um über deren Berge Lordaeron-Stadt von Norden her angreifen zu können, brach und verriet Perenolde das Bündnis mit der Allianz. Statt sich auf die Verteidigung seiner Heimat vorzubereiten, ließ er Doomhammer mit einem Vogel eine Nachricht übermitteln, in der er um ein Treffen bat, um „eine größere Zahl von bedauerlichen Todesfällen zu verhindern“, und so trafen sich der König von Alterac und der Kriegshäuptling der alten Horde bei Nacht und Nebel in den alteracischen Bergen und beschlossen ein gemeinsames Bündnis. Doomhammer sicherte zu, dass es zu keinem „Töten, Plündern, Schleifen oder [Schlimmeren]“ kommen würde und dass die „Städte und Dörfer heil und [die] Leute unbehelligt“ blieben. Im Gegenzug sicherte Perenolde der Horde ungehinderten Durchgang durch die Berge seines Königreichs zu und übergab eine Karte, die zeigte, „welche Pfade [die Horde] nehmen [sollte], um die Strecke schneller zu schaffen.“ Im Anschluss an dieses Treffen rief Perenolde in seinem Palast die militärischen Kommandanten seines Königreichs zusammen (darunter auch General Hath) und erklärte, dass „Alterac [...] mit sofortiger Wirkung nicht länger mehr Bestandteil der Allianz“ sei und er mit der Horde einen „Nichtangriffspakt“ geschlossen habe, da die „tolle Allianz“ sie „mit der Horde im Nacken [...] im Stich“ ließe. Deshalb befahl er, die südlichen Pässe unbewacht zu lassen, damit die Horde unbehelligt weiterziehen konnte und ihr Königreich verschont blieb. Die militärische Führung stimmte mit König Perenolde überein, bis auf General Hath, der glaubte, dass es sein könnte, „das die Männer da nicht mitmachen […]“ da sie „glauben [könnten], sie würden damit ihren Eid brechen oder Schlimmeres“ und „keinerlei Zweifel daran [ließ], dass er, was das anging, einer Meinung mit ihnen war.“ Trotzdem gehorchte er am Ende Perenolde (widerwillig), und um Unmut unter den Soldaten zu vermeiden, wurde ihnen erklärt, „dass die Horde die drei nördlichen Pässe nehmen wird […].“ So konnte die Horde also innerhalb von zwei Tagen durch Alterac marschieren und Lordaeron-Stadt angreifen. Das war allerdings nicht der einzige Verrat von Alterac an der Allianz. So unterstützen alteracische Soldaten die Horde bei mehreren Seegefechten gegen die Allianz, darunter auch bei der Schlacht, bei der der Sohn von Daelin Proudmoore, Derek, starb („Im Strom der Dunkelheit“). Proudmoore konnte dabei jedoch mindestens einen alteracischen Soldaten gefangennehmen. In Warcaft II. heuerte Perenolde außerdem Piraten an, um Uther Lightbringer während der Schlacht von Caer Darrow in einen Hinterhalt zu locken, um den Anführer der Silbernen Hand umzubringen, und zettelte mit der Hilfe von alteracischen Spionen eine Revolte in Tyrs Hand an. Der Verrat endete, als Lordaeron Alterac schließlich besetzte, das Kriegsrecht verhängte und Perenolde und seine gesamte Familie in ihrem Palast einsperrte und Truppen der Allianz in Alterac-Stadt stationierte. Mindestens zwei Jahre nach diesen Ereignissen („Tag des Drachen“), drang zudem ein alteracischer Spion und Attentäter in die Burg Sturmwind ein, tötete eine Wache und stahl das Buch von Medivh, weil Perenolde glaubte, dass er es als „Pfand“ bei den Verhandlungen mit der Allianz brauchen könnte. Er benutzte das Buch schließlich, um erneut einen Handel mit der alten Horde eingehen zu können, deren Todesritter (und Schwarzdrachen) auf der Suche nach dem Buch in seine Burg eindrangen. Er verriet ihnen das Versteck des Buches im Austausch dafür, dass sie die Garnision der Allianzstreitkräfte in Alterac-Stadt vernichteten, was sie auch taten („Tag des Drachen“), womit Perenolde die Allianz offen angriff. Was danach mit Alterac und Perenolde geschah, wird in den Romanen nicht erwähnt, es ist aber anzunehmen, dass dies der Grund war (sofern es denn passierte), weshalb Uther und seine Paladine („Dark Factions“) Alterac-Stadt schließlich angriffen und eroberten (woraufhin Alterac-Stadt aufgegeben wurde) und die „Proklamation von Uther“ Perenolde und seine Unterstützer ihrer Titel und Ländereien enthob und sie in die Verbannung und/oder das Verlies schickte.

    • Alterac-Krise: Die sogenannte Alterac-Krise begann als Streit zwischen den Königen von Lordaeron und Stromgarde über das weitere Schicksal des verräterischen Perenoldes und seines Königreichs, in den sich schließlich auch Gilneas und Kul Tiras einschalteten. Während es in „Jenseits des Dunklen Portals“ heißt, dass König Terenas „[nach] dem Krieg [...] nach Alterac marschiert” war und das Kriegsrecht auf Vorschlag von Daval Prestor, dem alter Ego von Deathwing, verhängte, heißt es sowohl in „Im Strom der Dunkelheit“ als auch in „Tag des Drachen“, dass Lordaeron unmittelbar nach der Befreiung der Stadt „auf dem schnellsten Weg“ („Tag des Drachen)“ „mit seinen Streitkräften nach Alterac marschiert” („Im Strom der Dunkelheit“) war und das Kriegsrecht (auch hier auf Vorschlag von Daval Prestor) verhängte, also noch während des Krieges. „Durch den sich ausbreitenden Krieg hatte sich niemand in der Lage gesehen zu protestieren, nicht einmal Stromgarde [...]“, heißt es dazu noch in „Tag des Drachen“. Ob das nun während oder nach dem Krieg passierte, spielt am Ende keine größere Rolle, denn das Ergebnis sah in beiden Fällen so aus: Terenas stellte den „König […] und seine ganze Familie [im] eigenen Palast“ unter „Hausarrest“, besetzte Alterac mit Truppen der Allianz, übernahm die Verwaltung des Königreichs und schloss die „Schatzkammern [Alteracs] denen der Allianz“ an. (Jenseits des Dunklen Portals). Damit lag das Schicksal Alteracs in Terenas' Händen, woraus sich ein bitterer Streit zwischen ihm und den Königen von Stromgarde, Gilneas und Kul Tiras entwickelte; die Alterac-Krise. Zunächst arbeiteten Terenas und Thoras in dieser Frage allerdings noch zusammen. Eine ihrer ersten Ideen war es, Aiden Perenolde „zum Abdanken [zu] zwingen“, um ihn „wie einen ganz normalen Adeligen der Allianz […] vor Gericht [zu] zerren und [zu] exekutieren“ („Jenseits des Dunklen Portals“). Sein Sohn und Erbe, Aliden, sollte daraufhin die Krone von Alterac übernehmen. Diese anfängliche Idee wurde aber letztlich offensichtlich verworfen, vermutlich aufgrund des Einflusses von Deathwing beziehungsweise Daval Prestors, der die Könige der Allianz manipulierte, um das Bündnis zu spalten. Aus dem anfänglichen Verständnis von „Stromgarde und [den] anderen Königreichen […] für [die] militärische Aktion [von Lordaeron] gegen den verräterischen Perenolde“, entwickelte sich Unverständnis, als „Lordaeron [scheinbar] auch noch nach dem Krieg über Alterac verfügen wollte.“ Thoras fordert nun mit Stromgarde als „gerechten Anteil für die von ihm erbrachten Opfer den gesamten östlichen Teil des verräterischen Nachbarlandes“, was König Terenas ablehnte, um die anderen Königreiche nicht zu provozieren. Gilneas dagegen hatte einem geflohenen Neffen von Aiden Perenolde, Isiden, Asyl gewährt und sicherte sich so einen Platz bei den Verhandlungen, vordergründig nur deshalb, um „seinen Anspruch auf die Thronfolge [zu] unterstützten“, hatte dabei aber eigentlich eher die Ressourcen des Alterac im Sinn, über die Gilneas „selbst nicht verfügte“ und erhoffte sich außerdem einen „[bevorzugten] Durchgang durch die vielen Bergpässe“ des Königreichs. Terenas verneinte den Anspruch von Isiden allerdings und weigerte sich ihm Krone des Alterac zu übergeben, gleichwohl er beeindruckt von Greymanes Winkelzug war, sich auf diese Weise an einer Verhandlung beteiligen zu können, die das entfernte Königreich eigentlich nicht einmal betraf. Das wiederum rief Kul Tiras auf den Plan, das mit Gilneas in direkter Rivalität stand und fürchtete, dass das Königreich von Graymane mit den neuen Ressourcen seine Seestreitmacht ausbauen und die „maritime Überlegenheit“ der Seefahrernation bedrohen könne. Wie geschrieben, hatte Deathwing in Form von Daval Prestor die beteiligten Könige manipuliert, um diesen Streit heraufzubeschwören, nicht nur um die Allianz zu spalten, sondern auch um letztlich selbst zum König von Alterac zu werden, was Terenas auch tatsächlich als Lösung für die Krise vorhatte („Tag des Drachen“). Da Deathwing allerdings (ebenfalls in „Tag des Drachen“) am Ende bei der Schlacht von Grim Batol von Rhonin besiegt und schwer verletzt wurde, verschwand auch Daval Prestor über Nacht spurlos, weshalb es zu dieser Lösung niemals kam (und auch nicht zur Hochzeit von Calia, der Tochter von Terenas, mit Prestor, „Arthas – Aufstieg des Lichkönigs“). Wie dieser erbitterte Streit, der auch zur Entfremdung zwischen den Freunden Terenas und Thoras führte, letztlich beigelegt wurde, ist im Kanon nicht bekannt. Fakt ist aber, dass Stromgarde nie den östlichen Teil des Alterac bekam, Isiden nie der König von Alterac wurde und Gilneas somit auch nie Zugang zu dessen Ressourcen, was wiederum Kul Tiras beruhigte, und auch Lordaeron nicht Alterac in seiner Gesamtheit übernahm. Und was wir ebenfalls wissen ist, dass die Familie Perenolde samt einer unbekannten Anzahl an alteracischen Adligen letztlich ihrer Titel und Ländereien enthoben wurden und entweder ihre (letzten) Tage in einem Verlies fristen oder in die Verbannung gehen mussten, und dass das Königreich Alterac sich letztlich auflöste und Lordaeron zumindest die ehemalige alteracische Stadt Strahnbrad übernahm (siehe auch Unterpunkt: Zerfall). Möglicherweise erfolgte die Lösung der Krise letztlich durch die Silberne Hand und der Proklamation/dem Edikt von Uther (siehe: Zerfall).

    • Stromgarde: Wie schon mehrfach erwähnt, war Alterac bei seinen unmittelbaren Nachbarn unbeliebt, besonders aber wohl in Stromgarde. Die Beziehungen zwischen den beiden Bergkönigreichen waren zumindest zeitweise eindeutig feindlicher Natur, wie unter anderem ein Halbsatz von Thoras Trollbane in „Im Strom der Dunkelheit“ über den schon erwähnten General von Alterac, Hath, beweist: „Er hatte stets ungern gegen ihn gekämpft [...]“. Grund für die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Königreichen waren Grenzstreitigkeiten, wie es ebenfalls in „Im Strom der Dunkelheit“ heißt. Die Bande zwischen Alterac und Stromgarde waren also bereits in den Jahren vor dem zweiten Krieg bestenfalls sehr stark angespannt und keineswegs freundschaftlich. Die Invasion des alteracischen Syndikats in Stromgarde nach dem dritten Krieg, scheint da nur die logische Fortsetzung der Beziehungen zwischen den beiden Königreichen zu sein.

    • Lordaeron: Alterac erfreute sich auch in Lordaeron keinerlei Beliebtheit, wie schon in den mehrfach geschriebenen Zitaten von Terenas über Perenolde dargelegt („[Perenolde ist] selbstsüchtig und durchtrieben“, „Im Strom der Dunkelheit“). Besonders da Lordaeron auf der Seite von Stromgarde stand, waren die Beziehungen von Alterac zu Lordaeron wohl bestenfalls schwierig bis deutlich unterkühlt. Engere Bande wird es also auch zu Lordaeron nicht gegeben haben, einmal von einfachen Handelsbeziehungen abgesehen. Die Besetzung durch Lordaeron und die Verbannung von Perenolde und (zahlreichen) weiteren Adligen, ruinierte die Beziehungen zumindest bei den Verbannten endgültig und gehörte zu den Gründen, weshalb das spätere alteracische Syndikat lorderonisches Gebiet angriff und teilweise eroberte – jedenfalls berichtet es so „Dark Factions.“

    • Andere Königreiche: Gilneas pflegte zu keinem der anderen Menschenkönigreiche irgendwelche engeren Beziehungen (einmal vom Handel abgesehen, wie immer), weshalb nicht anzunehmen ist, dass es dergleichen zu Alterac gab. Dass es die Ansprüche von Isiden Perenolde auf die Krone des Alterac unterstütze, hatte, wie schon geschrieben, wirtschaftliche Motive. Über die Beziehungen zu Kul Tiras ist nichts bekannt. Dalaran hielt sich aus der alltäglichen Politik heraus und galt als abgeschottet (Arthas – Aufstieg des Lichkönigs), also können auch hier keine engeren Beziehungen angenommen werden, zumal König Perenolde auch in der Magokratie unpopulär war („Tag des Drachen“). Sturmwind war bis zum ersten/zweiten Krieg ebenfalls sehr abgeschottet und galt aufgrund dessen bei den nördlichen Königreichen als arrogant (Chroniken II.), weshalb wir auch hier keine engeren Beziehungen annehmen können. Da Alterac nach dem zweiten Krieg aufhörte zu existieren, konnten sich die Beziehungen auch nicht mehr verbessern oder verschlechtern.

V. Personen:
  • Aiden Perenolde: Aiden Perenolde war der letzte König von Alterac. Seine Frau war nach „Lands of Conflict“ Isolde Perenolde, die aber in den Romanen keine Erwähnung findet und daher nicht bestätigt ist, was aber auch daran liegen könnte, dass sie schon tot war. Sein Aussehen wird in „Im Strom der Dunkelheit“ folgendermaßen beschrieben: „Der ruhige, kultiviert wirkende Mann mit dem ergrauenden braunen Haar und den dunklen Augen war Lord Aiden Perenolde […]“, der offensichtlich auch einen Bart hatte, zumindest musste sich Khadgar beherrschen „den Bart des [arroganten] Königs nicht in Brand zu stecken.“ In dem Roman heißt es weiterhin über ihn, dass „seine glatte Stimme [...] zwischen den anderen Königen“ auffiel. Außerdem wissen wir, dass er „ein Langschwert trug […] das fachmännisch gearbeitet und makellos war“, dass er aber „nie benutzt hatte.“, er also ganz sicher kein Krieger war. Charakterlich wird Aiden Perenolde von unterschiedlichen Personen als „gerissen“, „aalglatt“, „glatt und geschmeidig, gemein und immer auf [seinen] Vorteil aus“, „selbstsüchtig und durchtrieben“, „ölig“, „arrogant“, „verschlagen und berechnend“, und als „Feigling“, Tyrann und „eitler Schnösel“ beschrieben, der Kämpfen gegenüber abgeneigt war, außer „wenn er sicher wusste, dass er den Sieg davontrug“, doch ansonsten „nie ein Risiko [einging]“ und bis dahin eher auf „Vernunft“ und „Verhandlungen“ setzte. Er selbst war der Meinung, dass er über ein Übermaß an „Klugheit, Weisheit und Weitsicht“ verfügen würde („Im Strom der Dunkelheit“). Oder mit anderen Worten: Perenolde war ein zweifellos intelligenter, gerissener und kultivierter, aber auch arroganter, machtbesessener und doppelzüngiger Mann und damit wohl das Paradebeispiel eines alteracischen Adligen vom Syndikat. Und ein Mann, der offensichtlich auch an ein bequemes Leben gewöhnt war, denn über ihn (und erstaunlicherweise auch Genn Graymane) heißt es in „Im Strom der Dunkelheit“, dass er „binnen weniger Minuten [keuchte]“, als sie gemeinsam mit Proudmoore die Flotte der Allianz besichtigten, da „Perenolde und Graymane [...] an solche Anstrengungen nicht gewöhnt“ waren. Nach dem zweiten Krieg und der Besetzung durch die Allianz, scheint sich die mentale Gesundheit von Aiden zunehmend verschlechtert zu haben, ausgelöst durch Deathwing, der „had made sure his 'distant cousin' had lost his mind so that the king could not contradict the lies the dragon was telling in Lordaeron“, der also verhindern wollte, dass Aiden Perenolde die (zahlreichen) Lügen von Daval Prestor (der als entfernter Cousin von ihm auftrat) aufdecken konnte, wie es im zweiten Band der Chroniken steht, und so „[Perenoldes] sanity had slipped away.“ Sein Verhalten wurde nun als „erratic“ (unberechenbar/launisch) und „boisterous“ (wild/ungestüm) beschrieben. Welche Strafe Aiden Perenolde letztlich für seinen Verrat erhielt, wird in den zum Kanon gehörenden Quellen nicht erwähnt. In „Lands of Conflict“ heißt es, dass er mit seiner Familie zunächst verbannt, letztlich aber wieder gefangengenommen und in ein Verlies gesperrt wurde, nachdem er das Syndikat gegründet hatte, in „Dark Factions“ steht, dass er nicht verbannt, sondern gleich in ein Verlies gesperrt wurde und dort starb.

  • Aliden Perenolde: Aliden war der „[älteste] Sohn“ von Aiden Perenolde (und Isolde, sofern sie existierte) und „Alteracs Kronprinz“ („Jenseits des Dunklen Portals“). Sein Mentor war nach dem nicht mehr vorhandenen Quests „Schwarzmoors Vermächtnis“ Aedelas Schwarzmoor, von dem er die Einstellung übernommen hatte, dass Orcs Sklaven seien. Außerhalb des Spiels findet sich keine Beschreibung über sein Aussehen. In „Jenseits des Dunklen Portals“ heißt es nur, dass er noch „jung“ sei. Im Spiel (also nach dem dritten Krieg) hatte Aliden dagegen lange graue Haare (die Barbaren-Frisur) und einen Backenbart (nach Dark Factions war er „in his 40s“). Charakterlich wird er von Thoras Trollbane mit seinem Vater verglichen; „der ist aus demselben Holz geschnitzt wie sein Vater.“ Terenas teilte diese Ansicht, er meinte: „Ich traue dem jungen Aliden auch nicht viel zu […] Er wurde in seiner Kindheit viel zu sehr behütet. Er hat nie Mühsal und Not leiden müssen und stand nie einer Gefahr gegenüber. Ich befürchte, dass er kein guter Anführer wäre.“ Nach „Dark Factions“ war er außerdem charismatisch. Beweise, dass er von dem Verrat seines Vaters wusste, gab es laut Thoras Trollbane nicht. „Nicht, dass ignorant viel besser als hinterhältig wäre. Aber immerhin spricht das doch für ihn“, fügt er diesbezüglich noch an. Ehe Alterac aufgelöst wurde, bemühte er sich zwei Jahre lang, die Schande, die sein Vater „über unsere Familie gebracht [hatte], zu tilgen“ („Jenseits des dunklen Portals“). Erfolg war ihm allerdings offensichtlich nicht beschieden. Die noch zum Kanon gehörenden Quellen schweigen sich darüber aus, was mit Aliden passiert ist, ehe er zum Anführer des Syndikats wurde. Da er allerdings nun einmal genau das geworden ist, der Anführer das Syndikats, muss er gemeinsam mit dem Rest der Familie Perenolde (und weiteren alteracischen Adligen) seiner Titel und Ländereien enthoben und verbannt wurden sein, wie es in „Dark Factions“ heißt. Wie sein Leben danach weiterging und wie er zum Anführer des Syndikats wurde, kann auch nur in dieser nicht mehr zum Kanon gehörenden Quelle nachvollzogen werden. Hier heißt es, dass er zunächst scheiterte, die Führung über die Verbannten zu übernehmen und dass sein Stellung als Erbe des früheren Königs vergessen wurde. Er wurde wie alle anderen auch ein Wegelagerer und Räuber. Erst mit dem dritten Krieg gelang es ihm, die anderen verbannten Adligen davon zu überzeugen (sowohl mit Worten als auch mit Drohungen), ihre ehemalige Heimat zurückzuerobern. Als ihnen das gelungen war, residierte er in seinem Herrenhaus bei „Dandres Senke“, da Alterac-Stadt verloren blieb, wurde zum Anführer des Syndikats, erklärte sowohl der Allianz als auch der Horde den Krieg und eroberte sowohl in Lordaeron als auch dem Arathihochland Gebiete. Nach dem Quest „Schwarzmoors Vermächtnis“ hatte er in dieser Zeit eine „Geliebte“ namens Elysa, die das aber nach dem ehemaligen Quest „Lord Aliden Perenolde“ offenbar gegen ihren Willen war („[…] he's had me against my will!“). Da er seit dem Addon „Cataclysm“ nicht mehr im Spiel zu finden ist, ist anzunehmen, dass er inzwischen tot ist, vermutlich von Agenten (uns Spielern) der Horde getötet. Warum sein NPC bis dahin allerdings den Wappenrock von Sturmwind trug, ist eines der vielen Geheimnisse von World of Warcraft. Was aus Elysa wurde, ist unbekannt.

  • Isiden Perenolde: Isiden Perenolde war ein Neffe von Aiden Perenolde, der, ehe das Kriegsrecht von Lordaeron über Alterac verhängt wurde, in das Königreich Gilneas floh („Jenseits des Dunklen Portals“, „Tag des Drachen“). Dort suchte er nach Unterstützung für seinen Anspruch auf den Thron von Alterac, die Graymane ihm gewährte und sich auf diese Weise in die „Alterac-Krise“ einbringen konnte. In „Jenseits des Dunklen Portals“ heißt es zu dem Alter von „dem kleinen Isiden“, dass er „noch sehr jung“ sei. Möglicherweise war er also nicht viel mehr als ein Jugendlicher. Viel mehr erfahren wir über seinen Hintergrund nicht. Ansonsten lässt sich nur noch festhalten, dass sein Anspruch auf die Krone von Alterac unter anderem von Terenas zurückgewiesen wurde und er sich auch mit der Unterstützung von Gilneas letztlich nicht durchsetzen konnte, da er nun einmal nie der König von Alterac war. Wie danach sein weiteres Schicksal aussah, ist unbekannt. Da er bei der Rückkehr von Gilneas in die Allianz mit keiner Silbe erwähnt wurde, wurde er möglicherweise ebenso seiner Titel enthoben und verbannt wie der Rest seiner Familie, vielleicht wies ihn Gilneas auch schlicht aus, als es keine Verwendung mehr für ihn hatte, da der Graymane dieser Zeit nicht gerade für seine Menschlichkeit (haha) bekannt war. Sein aktueller Status ist daher gänzlich unbekannt.
VI. Zitate:
  • „Doch ich frage mich, habt Ihr auch andere Mittel erprobt, um den Konflikt zu lösen? Sicherlich sind diese... Orcs... der Vernunft zugängliche Kreaturen. Sicherlich verfolgen auch sie ein Ziel. Vielleicht können wir ja mit ihnen verhandeln?“ – Aiden Perenolde während der Verhandlungen über die Gründung der Allianz, „Im Strom der Dunkelheit“

  • „Verzeiht, wenn ich den Daumen in offene Wunden lege. Aber Euer Königreich ist verschwunden, Euer König tot, Euer Prinz noch ein Knabe... und Euer Land wurde überrannt [...]“ – Aiden Perenolde während der Verhandlungen über die Gründung der Allianz gegenüber Anduin Lothar, „Im Strom der Dunkelheit“

  • „Ich habe unsere Möglichkeiten neu bewertet und entschieden, dass wir uns in diesem Konflikt neu ausrichten müssen. Alterac ist mit sofortiger Wirkung nicht länger mehr Bestandteil der Allianz.“ – Aiden Perenolde gegenüber seinen Kommandanten, „Im Strom der Dunkelheit“

  • „Ich will doch nur, dass wir überleben! […] Wisst ihr überhaupt, mit wem wir es da zu tun bekommen? Mit der Horde, der ganzen Horde! Sie wird durch diese Berge ziehen! Durch unsere Heimat. Hat irgendjemand eine Ahnung, wie viele das sind? Tausende! Zehntausende!“ – Aiden Perenolde, „Im Strom der Dunkelheit“

  • „Ich habe einen gesehen, nicht weiter von mir entfernt, als ihr es jetzt seid. Die sind riesig! Fast so groß wie Trolle und doppelt so breit! Starke Muskeln, dazu Hauer und Reißzähne. Jener Orc trug einen Hammer, den drei Mann gemeinsam nicht heben könnten. Und er wirbelte damit herum, als wäre er ein Kinderspielzeug! Niemand kann dagegen bestehen. Sie töten uns alle, versteht Ihr denn nicht? Die Orcs haben bereits Stormwind zerstört, und Alterac wäre als nächstes dran!“ – Aiden Perenolde über die Orcs, „Im Strom der Dunkelheit“

  • „Verdammt, Vater! Seit zwei Jahren versuche ich die Schande, die du über unsere Familie gebracht hast, zu tilgen. Seit zwei Jahren! Du dummer, selbstsüchtiger Bastard. Du hast alles ruiniert!“ - Aliden gegenüber seinem Vater kurz vor dem Angriff der Todesritter der alten Horde und der Schwarzdrachen auf die Streitkräfte der Allianz in Alterac-Stadt, „Jenseits des Dunklen Portals“
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